Ich habe am Wochenende einen Kugelstoßwettkampf bestritten und das schon sehr früh in der Vorbereitung auf die Sommersaison. Aber es hat mir vor 2 Wochen in den Händen und Füssen gejuckt, deswegen hatte ich mich kurzfristig dafür anmelden lassen.
Mein Ziel war es, meine Olympiaform zu toppen!!!
Ich war aufgeregt und an die Technik konnte ich nicht wirklich denken.
6 Stöße können schnell zu Ende gehen. Aber schlussendlich war ich besser als bei Olympia 2008. Mit 13.69m und ein paar weiteren Stößen in die selbe Region war ich zufrieden. Damit konnte ich die Hallensaison abhaken und mich auf den Sommer vorbereiten.
Ich melde mich wieder
Aloha
Leider konnte ich die Weltmeisterschaften wegen der Fuß-Operation ja nur als Zuschauer miterleben, aber die letzten Wochen waren trotzdem sehr anstrengend, ich hatte richtig Terminstress.
Im Vorfeld bin ich im RBB-Fernsehgarten aufgetreten, war bei der Eröffnung des deutschen WM-Clubs dabei und habe ein paar Worte über die Wettkämpfe im Fernsehsender Phönix hinterlassen.
Zeitgleich hatte ich die Aufgabe übernommen, für die Berliner Morgenpost eine tägliche Kolumne zu schreiben, und meine Reha wollte ich auch nicht vernachlässigen.
Ich konnte in der Kolumne die Leichtathletik in ihrer ganzen Breite darstellen, nicht nur die Stars beäugen sondern auch die Überraschungssportler. Und damit lag man ja bei der WM super gut ;-)
Ich habe mich aller zwei Tage entweder im Deutschen Haus oder im Berliner Champions Club blicken lassen. Da konnte ich ja entspannt hingehen und auch mal beobachten, was hinter den Kulissen stattfindet: Viele Business gespräche und Wetten, wer gewinnt oder eine Bestleistung erreicht.
Um die Mittagszeit war ich meistens in der Nike-Hospitality, dort habe ich mich mit Freunden und Bekannten getroffen um die Wettkämpfe zu beobachten. Neben Essen, Kickern oder Internetsurfen habe ich auch mit internationalen Stars geredet.
Nachdem die ersten Wettkämpfe vorbei waren und wir schon einen Super-Medaillenspiegel aufweisen konnten, bekam ich eine Anfrage vom ZDF, um über den zweiten Tag des Zehnkampfes im Morgenprogramm zu plauschen. Da ich ja nun in Berlin wohne und mir die Disziplinen sowieso angeschaut hätte, habe ich nicht lange gebraucht, um Ja zu sagen.
Am Abend traf ich Außenminister Frank Walter Steinmeier im Deutschen Haus und wir plauderten ein wenig über den Zehnkampf, wie sich die Deutschen geschlagen hatten und natürlich auch, was mir passiert ist und wann ich wieder auf der Bildfläche erscheine.
Meine Verletzung war natürlich öfter ein Gesprächsthema, aber wie kam man auch daran vorbei, wenn man mit Krücken und einem sehr auffälligen dicken Spezialschuh unterwegs war?
Anschließend bin ich mit den Amis, den deutschen Zehnkämpfern und paar Freunden in den Bundespressestrand gegangen, da haben wir bis in die Morgenstunden gefeiert.
Donovan Bailey und Maurice Greene, beide Ex-Weltmeister und -Weltrekordler, feierten ebenso in dem Club und waren neben den aktiven Zehnkämpfern gerne gesehen.
In den letzen Tagen der WM bekam ich noch eine Anfrage, ob ich ein paar Geschäftsleuten das Event ein bisschen näher erklären könnte. Ein prima Ausblick aus der Loge im Olympiastadion sowie Speis und Trank waren für mich eine nette Ausgangsbasis. Dadurch war ich also so gut wie jeden Tag im Stadion und habe spannende und aufregende Wettkämpfe sehen können.
Was steht in nächster Zeit an?
Nach Wochen im Zeichen der Reha und des Aquajogg ings wurden mir inzwischen nun die Schrauben wieder aus dem Zeh genommen. ab jetzt bin ich wieder ein Sportler , nur halt noch ein bisschen verletzt. Die nächsten Wochen werden mit Physio, Aquajogging und mit Fusskräftigung ausgefüllt sein.
Wenn ich da ein paar Fortschritte gemacht habe, werdet ihr wieder etwas von mir hören.
Aloha, André
Am 5. Juli lag ich mit meinem kaputten Sesambein unterem Messer, und nach der sehr gut verlaufenden Operation läuft alles nach Plan. Die Narbe entwickelt sich prächtig, und Schmerzen sind nicht wirklich vorhanden. Ich bin über den Werdegang auch selbst sehr überrascht.
Was das Härteste an der ganzen Sache ist, ich muss mein Fuß still halten.
Obwohl mir an den Kücken zu gehen sehr viel Spaß macht!!!
Da ich es nie gezeigt bekommen habe, wie man richtig auf Krücken geht, habe ich schon so in etwa die Geschwindigkeit eines nicht intensiven Laufens drauf - also sehr zügig. Dadurch wird man aber auch gerne einmal als Simulant abgetan. Na gut, damit kann ich leben.
Durch das Stillhalten des Beins und das ganze Rumliegen nimmt mein Körper ganz schön ab. Auf der einen Seite ganz schön, so wird man nicht fett. Aber auf der anderen Seite, kann ich bald mein linkes Bein in einer Flasche waschen.
Das tägliche Erscheinen in der Physiotherapie und ein paar Interviews über die WM machen den Tag interessant. In den nächsten Wochen muss ich zur Nachuntersuchung, und dort zeigt sich, wie weit ich schon wieder bin und wie schnell es mit der Reha richtig losgehen kann.
Also, wenn Ihr ein paar Daumen frei habt, ruhig einmal drauf drücken. Ich kann sie gebrauchen.
Sobald es wieder etwas Neues gibt, werde ich es veröffentlichen. Ich habe ja wieder mehr Zeit, um meine Homepage zu pflegen, und das werde ich nun auch mal tun.
Aloha. André